Smart-Meter

Intelligente Technik wird Alltag im Zählerwesen

Flyer und Hydrus Datenblatt stellen wir zum Download zur Verfügung.

Warum Smart-Meter
Was für Sie wichtig und gewiss bleibt: die Versorgung mit bestem Trinkwasser. Daran halten wir als modernes kommunales Unternehmen fest. Auch wenn in unseren Breitengraden genügend Grundwasser vorhanden ist, aus dem wir Trinkwasser schöpfen, wollen wir Wasser als kostbares Gut für alle verfügbar und vor allem bezahlbar halten. Was das Ablesen und Abrechnen des von Ihnen bezogenen Wassers betrifft, können wir unseren Service noch besser gestalten. Hierfür bietet sich eine digitale Technologie der Fernauslesung von Zählern an, die wir in den betrieblichen Alltag einbinden werden.

Des neuen Zählers Kern
Bislang sind im Verbandsgebiet rund 37.000 mechanische Haus-Wasserzähler im Einsatz, die wir zum nächsten obligatorischen Zählerwechsel mit statischen, also sich nicht bewegenden, digitalen Ultraschall-Wasserzählern ersetzen wollen. In einer Ausschreibung hat der Verband das Unternehmen Diehl Metering mit der Lieferung des Ultraschallwasserzählers HYDRUS Typ 171 beauftragt. Bis die Kollegen vom Zählerwesen in Ihrem Haus den Austausch vornehmen, bleibt noch Zeit, um Sie über den neuen Zähler und zum Procedere zu informieren.

Was den Zähler „intelligent“ macht
Smart-Meter sind digitale Zähler, die über Funk Daten senden, die Auskunft geben, welche Wassermenge bei Ihnen aus dem Hahn fließt. Der eigentliche Kern ist die digitale Mess- und Funk-Technologie, mit der sich nicht nur Wasserverbräuche ermitteln, übertragen und in ein Daten verarbeitendes System einspeisen lassen. Die neuen Zähler entsprechen dabei der Messgeräterichtlinie der EU (MID 2014/32/EU) und tragen das Sicherheitskennzeichen CE.

Funk-Standard für Smart-Meter
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in technischen Richtlinien Anforderungen zur Datensicherheit an Wasserzähler im Umfeld von Smart Metering festgelegt. Funkende Messgeräte erfüllen in Deutschland Standards, die in der „OMS Spezifikation 4.0.2“ beschrieben sind.

Die Kundeninformation zum Download

Kundeninformation (3,3 MB)

Das HYDROS Datenblatt zum Download

HYDROS Datenblatt (1,2 MB)

Häufige Fragen

Ist ein Smart-Meter nicht viel teurer als die alten Zähler?
Wo ist der Mehrwert von einem Smart-Meter - Wirtschaftlichkeitsbetrachtung?
Steigt meine Wasserrechnung durch die neuen Zähler?

Smart-Meter sind teurer als herkömmliche mechanische Zähler. Dennoch werden Sie als Kunden entlastet. Wegen der möglichen Eichfristverlängerung auf 12 Jahre entfällt beispielsweise der Material- und Personaleinsatz beim Zählerwechsel nach 6 Jahren. Wir reduzieren den Aufwand beim Ablesen und Übertragen von Zählerständen in die Verbrauchsabrechnungssoftware. Der Einsatz von SmartMetern führt nicht primär zu steigenden Trinkwassergebühren, vielmehr erwarten wir positive Effekte für die Gebührenentwicklung.

Kann ich auch schon einen neuen Zähler haben, obwohl ich erst in 2-5 Jahren mit dem Turnuswechsel dran bin?

Das Auswechseln der Zähler erfolgt in bestimmten Abrechnungsgebieten, eine Ablesung per Funk könnte bei Ihnen nicht erfolgen. Sie müssen leider auf das Ende der Eichfrist Ihres aktuellen Zählers warten. Die Eichgültigkeit ist auf den eingebauten Zähler aufgedruckt, Sie finden leicht heraus, wann wir den SmartMeter liefern.

Was passiert mit den Gartenwasserzählern?

Der Gartenwasserzähler ist Ihr Eigentum, Sie sorgen für das rechtzeitige Auswechseln und Auswahl des Zählers. Die Zählerstandsmitteilung für die Abrechnung erfolgt weiterhin an die Betreibergesellschaft per Ablesekarte oder über das Internet.

Kann jemand den Wasserzähler von außen verstellen?
Können Hacker über Smart-Meter die "Kontrolle" übernehmen?

Das Beeinflussen der Messungen und der gespeicherten Daten ist über Funk technisch faktisch unmöglich. Smart-Meter sind durch eine 128-bit AES Verschlüsselung kodiert. Die übertragenen Daten werden mit einem zufällig generierten Schlüssel gesichert. Eine Entschlüsselung der Daten ist nur über das Kennwort möglich, mit dem die Daten verschlüsselt wurden. Dieses ist nur in den Ablesegeräten der DNWAB hinterlegt.

Wieviel genauer messen die Zähler?

Die Genauigkeit des Smart-Meters liegt um ein Vielfaches über der Genauigkeit der bisherigen mechanischen Zähler. Die Zähler messen bereits Wasserverbräuche von 1-2 Liter in der Stunde. Das liegt an der präziseren Messtechnik, der Verschleiß ist minimiert, da es keine mechanischen Teile gibt. Das Nachlaufen eines herkömmlichen Zählers ist bei Smart-Metern nicht mehr möglich.

Kann jetzt jeder meinen Wasserverbrauch sehen?

Das Funksignal des Zählers ist verschlüsselt, eine Entschlüsselung erfolgt ausschließlich auf berechtigten Rechnern der DNWAB. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Ihren Zählerstand einsehen könnte, ist mindestens genauso hoch wie bei den bisher bekannten Verfahren Interneteingabe und Selbsablesekartensystem.

In meinem Zählerschacht steht Wasser. Verträgt der Zähler das?

Der SmartMeter ist trotz der Messtechnik und der Litium-Batterie komplett wasserdicht. Einem Einbau im Zählerschacht steht nichts im Wege. Bitte beim Ausstieg nicht auf den Zähler steigen. Das verträgt er nicht.

Sind die Zähler auf mikrobiologische Verunreinigungen untersucht?

Die Zähler werden im Rahmen der Beschaffung genauso intensiv wie die bisherigen mechanischen Zähler auf mikrobiologische Belastungen untersucht. Aufgrund der Geometrie des Messrohres und der geringen wasserbenetzten Fläche sind hier keine Probleme zu befürchten.

Sind die Zähler frostsicher?

Die SmartMeter sind wie die bisherigen Zähler nicht frostsicher. Vor dem Einbau muss gewährleistet sein, dass keine Frostgefahr besteht.

Wie lange speichert der Zähler die Daten?

Der Smart-Meter besitzt einen Ringspeicher. Das bedeutet, die ältesten Daten werden kontinuierlich mit neuen überschrieben. Die Daten werden maximal für 1000 Tage im Zähler gespeichert. Per Funk wird nur ein Bruchteil der Daten übertragen.

Kann ich mir den Zählerstand auf ein Handy oder Computer liefern lassen?

Diese Möglichkeit bietet der Zähler wegen seines hohen Sicherheitsstandards leider nicht. Das verschlüsselte Funksignal kann nur in berechtigten Rechnern der DNWAB entschlüsselt werden.

Wie lese ich den Zähler ab?

Sie öffenen den im Normalzustand geschlossenen Deckel. Über den mittig unter dem Display angeordneten Schalter kann das Display durchgeschaltet werden. Nacheinander erscheinen bei jeder Berührung: aktueller Zählerstand, aktueller Durchfluss, Anzeigetest, bei dem Display AN und Display AUS alle 2 Sekunden wechselt, Fehlermeldungen, Softwareversion und Datum zum Ende der Batterielaufzeit. Die Anzeige für Zählerstand und Durchfluss enthält 3 Nachkommastellen. Für die Abrechnung wird nur der Verbrauch vor dem Komma (ganze Kubikmeter) berechnet.

Wie lange hält der Akku und muss ich den wechseln?

Der Akku hält rund 15 Jahre. Da nach 12 Jahren ein Zählerausbau geplant ist, ist kein Akkuwechsel notwendig.

Ich habe Angst vor der Funkstrahlung. Ist das gefährlich?

Wegen relativ geringer Sendeleistung und hohen Abständen sind nach unserem Ermessen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen gegeben. Für die Funkübertragung von Zählerdaten gelten im Allgemeinen internationale Regeln. Ein Zähler darf für maximal 50 Sekunden pro Tag aktiv sein. Schnurlostelefone, Mobiltelefone oder WLAN-Router, die auch im Standby-Modus mit deutlich größerer Leistung senden, wirken dagegen mehrere Stunden, wenn nicht sogar rund um die Uhr auf ihre Umgebung ein.

Elektromagnetische Felder nehmen in ihrer Stärke mit zunehmender Entfernung zur Quelle ab. So beträgt die sogenannte Dämpfung im freien Raum in einem Meter Entfernung rund 31 Dezibel (dB). Bereits 3 dB bedeuten eine Halbierung der Sendeleistung. Wenn Sie sich in einem Meter zum Zähler befinden, erreicht Sie nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Sendeleistung. Der Abstand zwischen Ihnen als Hausbewohner und dem neuen Zähler beträgt ein Vielfaches davon. Hinzu kommen Wände und Decken, die eine deutlich größere Dämpfung bewirken, als der freie Raum. Mobil- und Schnurlostelefone hingegen werden nahe am Körper eingesetzt.

WLAN, Bluetooth, DECT senden meist durchgehend, HYDRUS sendet etwa alle 14 Sekunden mit einer Länge von etwa 4 Millisekunden, was auf das Jahr gerechnet 2,5 Stunden entspräche.

Befinden sich WLAN, Bluetooth, DECT meist im Wohnraum oder nahe am Körper, ist der HYDRUS Zähler in der Regel im Keller oder in einem Schacht in gebührender Entfernung zu Ihnen installiert. Zum Vergleich: Ein mobiles Telefon hat im Stand-By-Betrieb eine über 250-fache mittlere Sendeleistung.

Ich will keinen Funkzähler. Kann ich beim Einbau auf einen herkömmlichen Zähler bestehen?

In der Satzung/AVB Wasser ist für den MAWV das Recht der Auswahl des Messmittels begründet.

Eine Wahlmöglichkeit zwischen einem herkömmlichen mechanischen Zähler und einem Smart Meter besteht nicht. Mit der Umstellung von mechanischen Zähler auf Smart Meter wechseln wir nicht nur einen Zähler, sondern vollziehen einen Technologiewechsel.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, das Funkmodul am Zähler auszustellen. Die Stilllegung des Funkmoduls kann nicht am Tag des Zählerwechsels erfolgen und muss gesondert bei uns durch den Grundstückseigentümer angezeigt werden. Es wird mit dem Grundstückseigentümer ein gesonderter Termin zur Stilllegung des Funkmoduls vereinbart. Die Kosten für die Stilllegung des Funkmoduls müssen wir dann gemäß Verwaltungskostensatzung in Rechnung stellen.

Weiterhin stellt die Abweichung für einzelne Kunden ohne Funkmodul eine Sonderlösung dar, die wegen der nicht einheitlichen Bearbeitung in der Ablesung weitere Zusatzkosten verursacht. Diese müssten wir Ihnen gemäß Verwaltungskostensatzung ebenfalls in Rechnung stellen. Wir hoffen, dass sich Ihre Bedenken zerstreuen und Sie so wie wir auf einen Smart-Meter als Messinstrument vertrauen.

Welche Informationen werden vom Smart-Meter erfasst?

Durchfluss (Fließgeschwindigkeit), Wasser- und Lufttemperatur, Zählerstände zum Monats- und Jahresende, Fehler im Betrieb (z.B. Manipulation).

Wann ist der Termin für das Ablesen der Zähler?
Wie kann ich als Kunde eine Ablesung nachvollziehen?
Werde ich im Vorfeld der Ablesung informiert?

Der Zähler wird einmal im Jahr abgelesen, um Ihren Verbrauch zu erfassen. Der Abrechnungszeitraum verändert sich also nicht. Wir werden Sie wie gewohnt über den Ablesezeitpunkt informieren.

Wie oft im Jahr werden meine Daten abgelesen?

Die Zähler werden im Normalfall einmal im Jahr zum aktuellen Abrechnungszeitraum abgelesen.

Warum steht beim gerade eingebauten Zähler der Zählerstand nicht auf 0,00?

Wie bei unseren mechanischen Zählern wird bei der Qualitäts- und Genauigkeitsprüfung nach der Herstellung eine bestimmte Wassermenge von bis zu 200 Litern durch den Smart-Meter geschickt, was im Display angezeigt wird. Entsprechend der Satzungsvorgaben werden wie gewohnt nur volle Kubikmeter abgerechnet.

Wie hoch sind die Einbaukosten, entstehen laufende Kosten?

Sie haben durch den Einbau von Smart-Metern keine zusätzlichen Kosten. Wir haben uns für die Umstellung auf Smart-Meter entschieden, weil wir langfristig auf 12 Jahre betrachtet eine Kosteneinsparung erwarten.

Werden die Datenschutzrichtlinien mit dem neuen Smart-Meter eingehalten?

Wir haben den Einsatz der neuen Zähler beim Landesdatenschutzbeauftragten von Brandenburg angezeigt, die Zähler können zur Verbrauchserfassung eingesetzt werden. Beim Einbau von Funkzählern werden selbstverständlich die datenschutzrechtlichen Belange eingehalten. Eine Verbrauchsprofilerstellung ist nicht möglich. Bevor eine mögliche Speicherauslesung direkt am Zähler vorgenommen wird, die nicht über Funk erfolgen kann, holt die DNWAB auf jeden Fall Ihre Zustimmung ein.

Welche Nachteile hat der Smart-Meter?

Der Smart-Meter besitzt höhere Investitionskosten als der herkömmliche Zähler, bleibt jedoch länger im Betrieb und wird so über die Jahre gesehen "günstiger".

Wird der Smart-Meter nach 6 Jahren getauscht?

In der Regel sollen die Zähler erst nach 12 Jahren gewechselt werden. Einige Stichproben für das Eichamt sind aber im Vorfeld nach 6 bzw. 9 Jahren erforderlich.

Ist die Möglichkeit der Befundprüfung gegeben, wenn ich mit dem Messergebnis nicht einverstanden bin?

Diese Möglichkeit bleibt in der bisherigen Form bestehen.