Zu Gast: Wasserfachleute aus dem Südsudan

Königs Wusterhausen – Der MAWV hat 18 Wasserfachleute aus dem Südsudan über Organisation und Durchführung der Versorgung mit Trinkwasser im Verbandsgebiet informiert.

„Sehr gern unterstützen wir entsprechend unseren Möglichkeiten die Kolleginnen und Kollegen am Horn von Afrika beim Aufbau von handlungsfähigen Strukturen. Selbstverständlich sind die natürlichen Bedingungen Afrikas vollkommen anders und mit unseren Verhältnissen des Wasserreichtums nicht zu vergleichen. Vorrangig wird im Südsudan Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung genutzt. Was uns Verständigung ermöglicht, ist die regionale Verantwortung und der praktische Bezug, den wir als Wasserexperten im Umgang mit der Ressource Wasser in unserer jeweiligen Heimat haben. So verbindet uns die Herausforderung, Fach- und Nachwuchskräfte zu bilden und zu qualifizieren. Die Brandenburgische Wasserakademie bietet sich als Plattform für den Austausch an. Im Unterschied zu Brandenburg ist der Südsudan hier im Vorteil: Die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre“, sagte Peter Sczepanski im Anschluss an das Treffen, an dem auch die Bürgermeister von Königs Wusterhausen – Dr. Lutz Franzke, Wildau – Dr. Uwe Malich und Bestensee – Klaus-Dieter Quasdorf als Gesprächspartner teilgenommen hatten.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Gebietskörperschaften organisiert die GIZ als eine staatliche Entwicklungszusammenarbeitsorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Südsudan in den Städten Yei, Torit und Yambio Programme, um kommunale Wasserbetriebe aufzubauen und zu betreiben und die städtische Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Gäste aus Südsudan beim MAWV. Foto: GIZ
Studienreise in Deutschland – Gäste aus Südsudan beim MAWV. Foto: GIZ

Während ihrer Studienreise nach Deutschland lernen die 18 Teilnehmer/innen die Arbeit von Wasserbetrieben in den verschiedenen Organisationsformen – Eigenbetrieb, GmbH, Zweckverband – kennen, indem sie die Organisationsstruktur und die Aufgaben der einzelnen Gremien studieren, um so im Südsudan passende Betreibermodelle und Governancestrukturen zu finden und zu implementieren.

Die Delegation besteht aus 2 Bürgermeistern, 1 Staatssekretär aus dem nationalen Ministerium für Energie, Dämme, Bewässerung und Wasserressourcen, weiteren Vertretern nationaler Institutionen sowie 2 Geschäftsführern der kommunalen Wasserbetriebe und den Aufsichtsräten dieser. Die Delegation wird von Mitarbeitern der GIZ-Südsudan begleitet.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher MAWV

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