Wildau und MAWV sanieren in der Bergstraße

Neue Infrastruktur für Trinkwasser und Abwasser fertig gestellt

Wildau, 07.07.2016  – Der zügige Fortgang der Arbeiten am dritten Bauabschnitt in der Bergstraße, die in Wildau grundhaft saniert wird, ist für Bürgermeister Dr. Uwe Malich eine gute Nachricht. „Das ist für Wildau gut, wenn diese wichtige Verkehrsverbindung bald wieder vollständig in Betrieb gehen kann. Für die Nutzer von Trinkwasser und Abwasser hat sich die Investition bereits gelohnt.“ Gemeinsam mit dem Technischen Leiter des MAWV, Falko Börnecke, bedankte sich der Wildauer Bürgermeister bei Planern, Ingenieuren, Genehmigungsbehörden, Stadtverordneten und dem Wasserverband für den termin- und qualitätsgerechten Abschluss der Tiefbauarbeiten rund ums Wasser und Abwasser im dritten Bauabschnitt. „Die Bergstraße werden wir nach den gesamten Sanierungsarbeiten bis Mitte 2017 faktisch neu gebaut haben“, sagte Dr. Malich. Das Infrastrukturprojekt wird vom Land Brandenburg gefördert.

Die Verbandsversammlung tritt nach Bedarf, mindestens aber zweimal im Jahr zusammen.

Die Termine werden öffentlich bekannt gemacht und beinhalten eine Bürgerfragestunde.

„Wir hatten uns nach eingehenden Untersuchungen dazu entschlossen, die Trinkwasserleitung und den Schmutzwasserkanal auch im 3. Bauabschnitt der Bergstraße zu erneuern. Die Anzahl der altersbedingten Reparaturen war auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr zu vertreten. Insgesamt wird der Wasserverband in allen vier Bauabschnitten 600.000 Euro in die Netze investieren“, beziffert Falko Börnecke das MAWV Investitionsvolumen für die Verbesserung der Siedlungswasserinfrastruktur in der Wildauer Bergstraße. „Auf rund 900 Metern haben wir Leitungen aus Steinzeug und duktilem Guss im 3. BA neu errichtet und sieben Hausanschlüsse erneuert.“ Insgesamt erneuert der MAWV 1.700 m Leitungsbestand in allen vier Bauabschnitten. Im Vorfeld hatte die Stadt Wildau im 3. Bauabschnitt den Regenwasserkanal einschließlich Stauraumkanal realisiert und damit 170.000 EUR in die unterirdische Infrastruktur investiert.

Der grundhafte Ausbau der Bergstraße in vier Bauabschnitten findet zwischen den Straßen Dorfaue und Eichstraße bzw. für den südlichen Radweg bis zum Anschluss Bahnübergang Bergstraße statt. Die Bauarbeiten begannen im Sommer 2014. Der vierte Bauabschnitt wird voraussichtlich bis Mitte 2017 abgeschlossen. Die Gesamtbaukosten liegen bei rund 2.867.000 Euro. Auf der gesamten Länge von 1.190 Metern ist die Fahrbahnoberfläche der Bergstraße mit einer Asphaltdeckschicht befestigt. Oberbau der Fahrbahn – ebenso wie der Tiefbau – waren dringend sanierungsbedürftig, der Straßenzustand entsprach nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen. Die Straße wird zudem durch 41 PKW-Stellflächen und angeschlossene Gehwege ergänzt, die auch für Radfahrer freigegeben werden sollen. Komplett erneuert wird ebenfalls die Straßenbeleuchtungsanlage.

3. Bauabschnitt in der Bergstraße
Bürgermeister Dr. Malich, MAWV, Planungsbüro und Bauunternehmen erläutern vor Stadtverordneten und Pressevertretern den abgeschlossenen 3. Bauabschnitt in der Bergstraße.

Hintergrund

Bergstraße / Stadt Wildau

Im Rahmen der Straßenbaumaßnahme in der Bergstraße prüfte der MAWV den Leitungsbestand von Schmutz- und Trinkwasser. Im 3. Bauabschnitt wurde festgestellt, dass beide Medien erneuerungsbedürftig sind.

Schmutzwasser

Der alte Schmutzwasser-Kanal DN 200 mündete auf Höhe der Teichstraße in die Bergstraße und schwenkte ca. 240 m weiter östlich in eine zum Teil private Waldfläche ab. Von hier verlief der Kanal quer durch den Wald nach Norden und schloss nach einem steilen Absturz an den Kanal im Hochschulring an. Dieser alte Kanal mit einer Länge von insgesamt 460 m wurde durch einen neuen 335 m langen Freigefällekanal ersetzt, der an der Teichstraße beginnt und in den Schmutzwasser-Kanal-Bestand auf Höhe der Eichstraße anbindet.

Material:            DN 200 Steinzeug
Gesamtlänge:        348 m
Gefälle:            40 ‰
Tiefe:            1,5 m – 3,7 m
Anschlüsse:        Teichstraße, Kirchstraße, Straße des Friedens, 2 Hausanschlüsse
Baukosten:        72.000 € Netto

Trinkwasser

Von der Jahnstraße bis zur Teichstraße verlief eine DN 200 Graugussleitung, östlich der Teichstraße bis zur Eichstraße eine GG-Leitung DN 250. Der Bestand wurde auf ganzer Länge des 3. Bauabschnittes ausgetauscht.

Material:            DN 200 duktiles Guss GGG
Gesamtlänge:        450 m
Tiefe:            1,7 m – 2,5 m
Anschlüsse:        Jahnstraße, Teichstraße, Kirchstraße, Eichstraße, 5 Hausanschlüsse
Baukosten:        115.000 € Netto

Baumaßnahme

Die Koordinierung der Bauarbeiten war aufgrund der zeitgleichen Leistungen im Bereich Straßenbau und Regenentwässerung der Bergstraße nicht unproblematisch. Die Firma ESO Bau begann mit den Leitungsverlegungen am 11.04.2016 und beendete die Leistungen nach knapp 3 Monaten am 06.07.2016.

Sonstige Bauabschnitte

Im 1. und 2. Bauabschnitt erfolgte bereits 2014 bzw. 2015 eine Erneuerung der Trinkwasserleitung in der Bergstraße mit einer Gesamtlänge von 600 m Rohr DN 100 bis DN 300. Der noch offene 4. Bauabschnitt soll im Herbst 2016 erfolgen, liegt zwischen Fichte- und Jahnstraße und umfasst rund 230 m GGG-Leitung DN 200. Insgesamt liegen die Kosten für die Schmutz- und Trinkwassererneuerung in der gesamten Bergstraße (1.- 4. Bauabschnitt) bei 600.000 € Netto.

Falko Börnecke
Technischer Leiter, MAWV

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