Wenn Druck und Spannung steigen

Belastungs- und Materialtest bestanden: Beim Europacup halten im Viertelfinale Rohre und Pumpen dem Auf und Ab im Druckregime stand

Königs Wusterhausen, 03.07.2016  – Solche Tageslinien gibt es im Wasserwerk Eichwalde nicht alle Tage. Grund für das heftige Auf und Ab am Wasserwerksausgang ist das kollektive Erlebnis vor Fernseher, Radio, Computer und Public-Viewing-Bühnen: Deutschland am Samstag im Viertelfinale der Fußball Europameisterschaft. Es scheint, als ob im Verbandsgebiet in der Halbzeit alles auf einmal die Toilettenspülung zieht – kurz nach Spielende, in den Pausen der Verlängerung, dann das Elfmeterschießen – am Samstag lief Wasser mehr als in Strömen. Die Ausschläge am Kontrollmonitor im Wasserwerk Eichwalde erreichten fast das Doppelte im Verbrauch als unter Normalbedingungen (siehe Tageslinie Wasserwerk Eichwalde vom 2. Juli). Den Druckabfall haben sowohl die Drehzahl gesteuerten Reinwasserpumpen als auch das Trinkwassernetz ausgehalten. Wassertechnisch haben die acht Verbandseigenen Wasserwerke das Match Deutschland gegen Italien hervorragend überbestanden.

WW Eichwalde – Durchfluss m3/h
Grafik: WW Eichwalde – Durchfluss m3/h, Ganglinie vom Samstag, 2. Juli 2016
Blick in das Innere – Wasserwerk Eichwalde
Blick in das Innere – Im Wasserwerk Eichwalde fördern Reinwasserpumpen – 2 Stück a 460 m³/h; 1 Stück a 300 m³/h; 1 Stück a 150 m³/h; 1 Stück a 550 m³/h

Die größte MAWV Reinwasserpumpe steht im Wasserwerk Eichwalde. Mit einer Förderleistung von 550 m3 schafft die Pumpe in einer Stunde das Volumen von 1,1 Millionen 0,5 Liter Flaschen Bier. Die im Vergleich kleinste Pumpe fördert 20 m3 Wasser in der Stunde im Wasserwerk Gussow.

Falko Börnecke, Technischer Leiter beim MAWV erklärt, dass die Fördertechnik verlässlich auch außergewöhnliche Situationen meistert: „Das sind die Früchte der vergangenen Jahre, in denen wir in erster Linie unsere großen Wasserwerke in Königs Wusterhausen, Eichwalde und Wildau sowie Pumpen und Brunnen saniert haben. Um den gewohnt guten Zustand unserer Wasserversorgung zu halten, haben wir seit der Gründung im Verband im Trinkwasserbereich 85 Millionen investiert und werden jährlich bis zu 3,5 Mio. Euro in die wassertechnischen TW-Anlagen investieren.“

Falko Börnecke
Technischer Leiter MAWV

Hintergrund

Systematisches Sanieren, Reparieren und Modernisieren haben den Grundstein für die sichere Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet gelegt. Hier die Übersicht der Reinwasserpumpen im Verbandsgebiet des MAWV:

Wasserwerke Reinwasserpumpen
WW Eichwalde 2 St a 460 m³/h
1 St a 300 m³/h
1 St a 150 m³/h
1 St a 550 m³/h
WW Königs Wusterhausen 4 St a 200 m³/h
WW Wildau 1 St a 50 m³/h
2 St a 100 m³/h
WW Gussow 3 St a 20 m³/h
WW Werder keine, Hydrophor mit 800 l Fassungsvermögen
WW Neu-Schadow 2 St a 24 m³/h
2 St a 30-80 m³/h
WW Krausnick 3 St a 22-60 m³/h

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