Wasser und der heiße Sommer

2018 erreichten die Temperaturen und die Produktionsmengen ein Rekordniveau

Königs Wusterhausen, 14. September - Das Jahr 2018 brachte dem Osten Deutschlands den bisher wärmsten Sommer. Von April bis August gab es nicht nur viel Sonne und Wärme, sondern auch deutlich weniger Regen. (Quelle: DWD)

Die acht Wasserwerke des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes (MAWV) förderten im Jahr 2018 bis Juli 4.005.792 m³ Rohwasser, davon allein im Juli knapp 770.000 m³ − 128 % der geplanten Menge. Im Vorjahr lag die Fördermenge in dem Zeitraum bis Juli bei 3.617.431 m³.

Den Spitzenwert erzielten die Verbundwasserwerke in Eichwalde, Königs Wusterhausen, Wildau und Gussow in der ersten Juliwoche mit einer aufbereiteten Wassermenge von 181.091 m³. Das entspricht einer Auslastung von 87 % der behördlich genehmigten Wassermenge. „Auch an besonders heißen Tagen konnten wir die Trinkwasserversorgung aufrechterhalten, haben jedoch in diesem Sommer die höchste Fördermenge der vergangenen Jahre erreicht“, sagt Falko Börnecke, Technischer Leiter des MAWV. Diese sei nicht vergleichbar mit früheren Zeiten, in denen häufig sehr großzügig mit der Ressource Wasser umgegangen wurde. Um Wasserwirtschaft nachhaltig zu betreiben, sei die Entnahmemenge des Grundwassers geregelt und gebe die Kapazität vor. Auch zahle sich aus, dass der Verband kontinuierlich in die Anlagen und Netze investiert habe.

Die durchschnittliche Höchsttemperatur lag in der heißesten Woche Anfang Juli bei 25,2 °C, dazu gab es keinen Tropfen Regen. Im gesamten Monat Juli fielen 29,7 mm Niederschlag. Im Vergleich zum Vorjahr betrugen die Tageshöchsttemperaturen in dieser Woche durchschnittlich 22,1 °C, es regnete mit 5,6 mm Niederschlag/Woche und 167,6 mm im gesamten Monat. (Quelle: Wetterdaten MAWV, Friedersdorf) Damals lieferten die vier Verbundwasserwerke 101.404 m³. Die heißeste Woche im vergangenen Sommer war Ende Mai/Anfang Juni (22. KW). Hier wurden in den Verbundwasserwerken 151.637 m³ gefördert. Der Vergleich der Spitzenwochen aus beiden Jahren zeigt eine Mehrförderung von 19,42 %.

Am 29. Mai 2018 wurde ein Tagesspitzenwert im Wasserwerk Eichwalde von 19.444 m³ erreicht, der einer Auslastung von 97 % entspricht. 1.420 m³ der geförderten Menge wurden innerhalb des Verbundsystems an die Wasserverbände WAZ/WARL zur Aufrechterhaltung des Druckes im Rohrnetz abgegeben.

Die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet ist sichergestellt, setzt jedoch weiterhin einen wachsamen Umgang mit der Ressource Wasser voraus.

Katja Klinner
Öffentlichkeitsarbeit

Spitzenwerte bei Trinkwasser Ende Mai und erste Juniwoche

Übersicht über die Spitzenwerte bei Trinkwasser 2017 - 09/2018

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