Wasser frisch aus neuen Rohren

Trinkwasserleitungen - Baustelle auf 900 Metern mit grabenloser Technologie in Königs Wusterhausen

Königs Wusterhausen – 21. März 2017 – In der Köpenicker Straße investiert der MAWV rund 200.000 Euro in die Ertüchtigung seines Trinkwassernetzes. In den Baustellenabschnitten Köpenicker Straße, Weg am Krankenhaus und Alte Plantage werden auf rund 900 Metern neue Trinkwasserleitungen mit Durchmessern von 80 bis 150 Millimeter im Horizontal-Spülbohrverfahren – HDD verlegt. Grabenlos und umweltfreundlich reduziert diese Bauweise Erdarbeiten auf das Notwendige und verkürzt die Bauzeit. Die PEHD-Rohre werden zunächst obertägig zusammengeschweißt, ehe sie die alte unterirdische Infrastruktur ersetzen. Die auszuwechselnden Leitungen aus Stahl und Gusseisen, die aus der Zeit des Baus des Krankenhauses in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen, werden still gelegt. Nach einem öffentlichen Vergabeverfahren wurde die Kesslau GmbH mit Sitz in Frankfurt / Oder beauftragt.

Der geplante Endtermin für die Baumaßnahme ist der 1. Juni 2017. Die Arbeiten finden in Vorbereitung des nachfolgend durch die Stadt Königs Wusterhausen geplanten Straßenausbaus und wegen einer zunehmenden Gefährdung der Leitung durch Rohrschäden statt. Betroffen sind überwiegend Gehwegbereiche. Baugruben sind in der Regel alle 50 m und an Kreuzungen erforderlich. Während der Arbeitszeit kann es zu Verkehrsraumeinschränkungen kommen. Bitte beachten Sie die Verkehrsbeschilderungen.

Die Baustelle erstreckt sich dabei auf:

_ Köpenicker Straße – 500 Meter HDD-Verlegeverfahren, 150 Millimeter Durchmesser
_ Weg am Krankenhaus – 200 Meter HDD Verlegeverfahren, 100 Millimeter Durchmesser
_ Alte Plantage – 200 Meter HDD Verlegeverfahren, 80 Millimeter Durchmesser

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher

Hintergrund

Jede Infrastruktur ist nicht für die Ewigkeit geschaffen. Jährlich wechselt der MAWV rund ein Prozent seiner Trinkwasserleitungen aus. Betrieb, Materialverschleiß, äußere Einflüsse, Verkehrsbelastungen wirken auf Rohrleitungen ein, die irgendwann erneuert werden müssen. Beim MAWV erfolgt dies nach einer Rehabilitationsstrategie: Alter, Material, Schadensereignisse, Bodenverhältnisse und Oberflächenbefestigung sind für jede Rohrleitung erfasst und Prioritäten festgelegt. Jährlich wird der technische Bedarf mit dem Finanzplan abgeglichen. Darüber hinaus erfolgen direkte Abstimmungen zu Straßenbauplanungen mit den Bauämtern der Kommunen im Verbandsgebiet.

Teilstück einer Wasserleitung aus dem Jahr 1909 vom Wasserwerk Königs Wusterhausen zum ehemaligen Aschenbach-Krankenhaus

Historische Trinkwasserleitung
Foto: Lutz Mauersberger

Pressemitteilung Baustelle Köpenicker Straße

2017_03_21_TWLeitung_Koepenicker.pdf (567,0 kB)

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