Trink- und Grauwasser nicht mischen

Mischen impossible: Trinkwasser bleibt Trinkwasser bleibt Trinkwasser

Königs Wusterhausen, 22.06.2017 – Was bei Facebook und Co. möglich ist, nämlich unabhängig von Herkunft und sozialer Position, über Bande und schier grenzenlos im Netzt zu kommunizieren, ist im Trinkwassernetz keinesfalls möglich: „Für die verschiedenen Wasserqualitäten von Schmutz-, Grau- und Trinkwasser gibt es aus gutem Grund eigenständige Leitungsnetze, die miteinander nicht verbunden werden dürfen“, verdeutlicht Peter Sczepanski das Autarkieprinzip der Netze.

„Bei der Überprüfung von Zählern und wasserversorgungstechnischen Anlagen stoßen unsere Wasserfachleute im Verbandsgebiet leider immer wieder auf gegen das Trenngebot verstoßende Fälle, in deren Folge öffentliches Trinkwasser mit Keimen aus Regenwasser „geblendet“ wird. „Unwissenheit schützt hier nicht vor Strafe. Wer gegen das Trennprinzip beim Trinkwasser verstößt, sollte wissen, dass das kein Kavaliersdelikt ist und geahndet wird“, bemerkt Peter Sczepanski.

Als Trinkwasser werden alle Wasser bezeichnet, die den Kriterien der Trinkwasserverordnung entsprechen. Trinkwasser ist Süßwasser mit einem hohen Reinheitsmaß, Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung müssen zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen, darunter Babynahrung, geeignet sein. Geprüft wird, dass im Trinkwasser keine krankheitsverursachenden Mikroorganismen wie Bakterien enthalten sind. Das Wasser muss zudem farb- und geruchlos sein. Ein Minimum an Mineralstoffen ist jedoch günstig, zum Beispiel Kalzium, Magnesium, Karbonat und Sulfat, die in ionischer Form vorliegen.

Weiterhin kommt es auf die Einhaltung technischer Voraussetzungen und Anforderungen an. Der MAWV setzt Rohrleitungen für Trinkwasser von hochwertigem Material ein und prüft regelmäßig auf Ablagerungen, die es zu vermeiden gilt. Mit der konsequenten Anwendung der Trinkwasserverordnung trägt der MAWV dafür Sorge, Bürgerinnen und Bürgern täglich, 24 Stunden am Tag, das Lebensmittel Nr. 1 in ausreichender Menge, Qualität und Druck bis in die Wohnung zu liefern. Und das zu einem fairen Preis von 0,146 Cent je Liter.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher

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