Neue Regeln bei Grundstücksentwässerung

Entlastung für Anschlussnehmer mit Hauspumpwerken und Vakuumanschlüssen

Königs Wusterhausen, 20.12.2016 – Ab dem 1. Januar 2017 gibt es im MAWV Verbandsgebiet eine Gleichbehandlung zur Art und Weise, wie Schmutzwasser in öffentliche Kanäle eingeleitet wird. Kunden mit Hauspumpwerken oder Vakuumanschlüssen sind dann Anschlussnehmern mit Kanalanschlüssen gleichgestellt. Für die Entlastung dieser Kundengruppen hat der Verband die organisatorischen und personellen Voraussetzungen geschaffen.

„Die Verbandsversammlung hat entschieden und den MAWV beauftragt, Eigentümer, die Kanäle über Hauspumpwerke oder über Vakuumtechnik nutzen, zu entlasten. Der MAWV übernimmt ab dem kommenden Jahr die finanzielle Verantwortung für Hauspumpen- und Vakuumtechnik, insbesondere sind dies Pumpen- oder Ventilerneuerungen bzw. Instandsetzungen, für die der Verband einstehen wird. Wir haben eine Satzungsänderung verabschiedet. Die Neuregelung tritt am 1. Januar 2017 in Kraft“, informiert Verbandsvorsteher Peter Sczepanski.

Die Regelung, nach der das Hauspumpwerk bzw. Vakuumschacht Bestandteil des Grundstücksanschlusses sind, gilt nur noch für den baulichen Teil des Anschlusses – Sammelbehälter und Verbindungsleitung vom Pumpwerk zur öffentlichen Anschlussleitung in der Straße. Die elektrischen und mechanischen Bestandteile des Hauspumpwerkes – Pumpe, Pumpwerksausrüstung, Steuerung und Schaltschrank – sowie mechanischen Bestandteile des Vakuumhausanschlusses einschließlich Ventil gehören ab 2017 zur „öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlage“. Die Kosten hierfür trägt der MAWV.

Der Grundstückseigentümer stellt lediglich den Strom für den Betrieb des Hauspumpwerkes kostenfrei zur Verfügung. Weder zum Grundstücksanschluss noch zur öffentlichen Anlage gehört die Verbindungsleitung vom Hausstromverteiler zu Anschlussklemmen am Schaltschrank. Sie ist Bestandteil der Grundstücksentwässerungsanlage und ist vom Anschlussnehmer selbst herzustellen und zu unterhalten.

Hebeanlagen gehörten nach den MAWV-Satzungsregelungen schon immer zu der Grundstücksentwässerungsanlage, da sich diese – von der Straße aus gesehen – hinter dem Grundstücksanschluss befindet.

Mit der Neufassung des § 2 Abs. 7 der Schmutzwasserbeseitigungssatzung wird die Hebeanlage eindeutig der Grundstücksentwässerungsanlage zugeordnet, die die Hausinstallation mit dem Grundstücksanschluss (Kontrollschacht an der Grundstücksgrenze) verbindet.

Die Grundstücksentwässerungsanlage steht nach § 10 Abs. 1 der genannten Satzung im Eigentum des Anschlussnehmers und ist von diesem auf eigene Kosten zu errichten und zu betreiben.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher

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