Mehr für weniger – Fördermittel gegen Treibhausgase

Königs Wusterhausen, 06.06. 2016  – „Der Verband nutzt vom Bund zur Verfügung gestellte Fördermittel, um MAWV eigene abwassertechnische Anlagen energetisch zu optimieren“, erläutert der technische  Leiter des MAWV, Falko Börnecke. Für das Klimaschutzteilprogramm stellt der Verband seine Klärwerke in Alt-Schadow und Friedersdorf auf den Prüfstand. Die Fördermittel für ein Klimaschutzteilkonzept „Klimaschonende Abwasserbehandlung“ sind beantragt.

„Wir können Klärwerkstechnik energetisch optimieren, wenn wir die Quellen für „hausgemachten“ Treibhausgase lokalisieren, die für klimatische Veränderungen mit verantwortlich gemacht werden. Alles läuft darauf hinaus, die Energieverbraucher zu optimieren – das sind in Klärwerken in erster Linie Pumpen, Kompressoren, Gebläse und Belüfter. Hinzu kommt in gewissem Maße Gebäudetechnik sowie Heizung und Klima. Die energetische Optimierung kann sowohl durch Veränderungen an Anlagenteilen oder durch eine Verbesserungen des Reinigungsprozesses selbst erfolgen. Wir wollen auch untersuchen, ob im Klärwerk Energie aus erneuerbaren Energiequellen eingesetzt oder die im Abwasser selbst enthaltenen Energie beispielsweise für den Reinigungsprozess verfügbar gemacht werden kann“, erläutert Falko Börnecke mögliche praktische Resultate der konzeptionellen Arbeit.

Der MAWV hat für die energetische Optimierung seiner Kläranlagen in Alt-Schadow und Friedersdorf eine Förderung beantragt. Die Kläranlage Alt-Schadow sichert die Behandlung des Abwassers aus der Stadt Märkisch Buchholz und den Orten Birkholz, Neuendorf am See, Alt Schadow, Neu Schadow, Leibsch, Groß Wasserburg, Krausnick und die Freizeitanlage Tropical Island. Die Kläranlage wurde in den Jahren 1992/93 als Belebtschlammanlage errichtet. Das Abwasser wird durch Druckleitungen der Kläranlage zugeleitet. Die Kläranlage in Friedersdorf ist eine SBR - Anlage), die zuletzt im Jahr 2000 modernisiert und für die Reinigung der Abwässer von 2.000 Einwohnern ausgelegt wurde. Der MAWV hat 2011 die Kläranlage Friedersdorf vom Versorgungsunternehmen EWE übernommen.

Blick aus dem Wald auf die Kläranlage Alt Schadow, Foto: André Beck
Blick aus dem Wald auf die Kläranlage Alt Schadow, Foto: André Beck

Insgesamt entsorgt der Verband das Abwasser von rund 110.000 Menschen. Etwa drei Viertel der Abwässer läuft über Freispiegelkanäle in Sammler und wird über ein System aus Pumpstationen über Abwasserdruckleitungen nach Waßmannsdorf in das dort von den Berliner Wasserbetrieben (BWB) betriebene Zentralklärwerk befördert und gereinigt.

Die verbandseigenen Kläranlagen in Alt Schadow und Friedersdorf sind dafür ausgelegt, um Abwässer von 24.000 Einwohnern im Einzugsgebiet zu reinigen. Im Jahr 2015 wurden 349.630 Kubikmeter durch die verbandseigenen Kläranlagen gereinigt.

http://www.mawv.de/leistungen-schmutzwasser.html

Falko Börnecke
Technischer Leiter, MAWV

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