Verbandskultur – Im Gespräch bleiben

Respekt und Akzeptanz wachsen im persönlichen Austausch

Königs Wusterhausen, 22.08.2017 – Das erste dreistündige Verbandsgespräch mit Verbandsvorsteher Peter Sczepanski und dem Kaufmännischen Leiter Otto Ripplinger auf der einen und engagierten Vertretern von Bürgerinitiativen und Grundstückseigentümern auf der anderen Seite hat am 22. August stattgefunden. Neben Informationen aus dem Verband an die Bürger hatte das Gespräch auch das Ziel, dem Verband aufzuzeigen, wie er von den Bürgern gesehen wird und wie man zukünftig Dinge anders als bisher machen kann.

„Wir hatten uns in der Verbandsversammlung im Juli darüber verständigt, den Austausch mit der Öffentlichkeit zur Erhebung von Anschlussbeiträgen und bei der Kalkulation von Gebühren zu vertiefen. Ich hatte zu einem ersten Verbandsgespräch eingeladen, bei dem - bei allem guten Willen - sehr deutlich wurde, dass es erhebliche Meinungsverschiedenheiten gibt. Von heute auf morgen lässt sich das nicht ausräumen, zumal diverse Gerichtsentscheidungen noch ausstehen. Wichtig ist, dass ich und meine Kolleginnen und Kollegen als Vertreter des Verbandes bei der Umsetzung von Verbandsaufgaben auch von Opponenten stets mit Anstand behandelt werden. Unsere Verbandsstruktur bietet sowohl Kunden, Bürgerinnen und Bürgern, als auch Mitgliedskommunen weite Möglichkeiten der Mitgestaltung. In einer auf Respekt und Akzeptanz bauenden Gesprächskultur kann fair vorgetragene Kritik auch angenommen werden und Positives bewirken“, beschreibt Peter Sczepanski die Atmosphäre des Treffens: „Wir werden den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen.“

Anschlussbeiträge und Rechtssicherheit
Das Thema Anschlussbeiträge nahm einen großen Raum ein. Die Argumente wurden in einer sachlichen und verständnisvollen Atmosphäre ausgetauscht. Einig war man sich, dass schnellstens Rechtssicherheit geschaffen werden muss. Dazu gehört, dass die Gerichte Vorgänge in einer überschaubaren Zeit entscheiden sollten. Mittlerweile sind die unter dem Begriff „Altanschließer“ behandelten Themen so komplex, dass es für einen Außenstehenden schlichtweg nicht mehr möglich ist zu verstehen, was entschieden und noch zu entscheiden ist. Vom Verband wird eine transparente Darstellung in der Öffentlichkeit erwartet.

Beitragsneuberechnungen
Der Verband erläuterte, warum die Beitragsneuberechnung in Ortsteilen, welche erst später dem MAWV beigetreten sind, noch nicht beendet werden konnte. In vielen Fällen sind einfach keine vollständigen Unterlagen mehr vorhanden, die für eine nachvollziehbare Abrechnung erforderlich sind. Der Verbandsvorsteher sagte zu, mit Städten und Gemeinden, den Ortsbeiräten und den Bürgern gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Gebührenabrechnung
Das Treffen behandelte technische Sachverhalte wie Brunnentätigkeit und Wasserqualität und Dimensionierung von Rohrleitungen. Transparenz spielte eine Rolle. Hier wurden Modelle zu Gebührenkalkulationen und Gebührenabrechnungen auf der Grundlage von Wohnungseinheiten erörtert. Der MAWV sicherte eine Auflistung von Argumenten zur praktizierten Gebührenabrechnung zu, die auf der Website des MAWV in einer Kurzfassung dargestellt werden.

Folgeveranstaltung
Der MAWV wird in losen Abständen, mindestens jedoch alle zwei Monate, ein Verbandsgespräch führen, in geeigneter Form zu den Gesprächen einladen und tagesaktuelle Themen auf die Tagesordnung setzen. Von den Bürgern wurde vorgeschlagen, die nächsten Gespräche auch mit der Möglichkeit der Besichtigung von wasserwirtschaftlichen Anlagen zu verbinden.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher

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