MAWV investiert innovativ

Neues Bauverfahren in Schulzendorf und Eichwalde kurz vor dem Start

Königs Wusterhausen, 11. Dezember 2019

Derzeit werden im Auftrag des MAWV im Bereich der Stadionstraße in Eichwalde und der Thälmannstraße in Schulzendorf Suchschachtungen zur Feststellung vorhandener Versorgungsleitungen durchgeführt. Das sind vorbereitende Maßnahmen für die anschließende Sanierung einer Trinkwasserleitung mit einem Leitungsdurchmesser von 60 cm.

„In den vergangenen Jahren verzeichneten wir an der Leitung mehrere kleinere Rohrschäden. Deshalb entschieden wir uns, die Leitung in mehreren Abschnitten, von der Stadionstraße in Eichwalde beginnend bis zur Dorfstraße in Schulzendorf zu sanieren“, berichtet Lutz Mauersberger, Oberbauleiter des MAWV.

Für die Sanierung setzt der MAWV dabei auf ein neuartiges innovatives Sanierungsverfahren. Das so genannte BlueLine-Verfahren. Das BlueLine-Verfahren wurde speziell für die grabenlose Sanierung von Druckrohrleitungen im Trinkwasserbereich entwickelt. Nach der Reinigung und Kamerainspektion des Altrohres wird ein spezieller flexibler Schlauch in die „alte“ Leitung eingezogen. Dieser besitzt eine Wandstärke von 21 mm, besteht aus einem außenseitig beschichteten Verbundmaterial und wird unmittelbar vor dem Einbau vor Ort imprägniert, kalibriert und in die Rohrleitung eingezogen. Anschließend wird durch Zufuhr von warmen Dampf der Schlauch zu einem Rohr ausgehärtet.

Das so entstandene neue Rohr ist durch seine Konstruktion unabhängig vom Altrohr alleine tragfähig und übernimmt ohne Unterstützung des Altrohres alle anfallenden statischen Außen- und Innenlasten.

Das Ergebnis der Sanierung ist eine nahezu neue Leitung. Diese Sanierungsmethode ist mehrfach deutschlandweit erprobt und kommt nun erstmals im Verbandsgebiet zum Einsatz.

Die Bauweise macht Verkehrsraumeinschränkungen nur punktuell und für einen kurzen Zeitraum erforderlich. Straßenaufbruch-, Erdarbeiten und -transporte reduzieren sich somit auf ein Minimum und im Vergleich zu herkömmlichen offenen Bauweisen lässt sich auch die Bauzeit deutlich verkürzen. Auch in der CO2-Bilanz leistet die grabenlose Bauweise gegenüber der herkömmlichen offenen Bauweise einen nachhaltigen Beitrag.

Insgesamt werden im 1. Bauabschnitt 900 m Leitung saniert und 3 Knotenpunkte mit Schieber hergestellt. Der MAWV investiert in diese Baumaßnahme 950 T€.

Durch die Sanierungsarbeiten, welche im Wesentlichen im Mai 2020 abgeschlossen sein sollen, wird sichergestellt, dass der Leitungsabschnitt auch hier weiterhin dem Stand der anerkannten Regeln der Technik für die nächsten Jahrzehnte entspricht und somit die Trinkwasserversorgung im nördlichen Verbandsgebiet nachhaltig gesichert ist.

Melina Schniegler-Dagge
Öffentlichkeitsarbeit MAWV

Für eine sichere Trinkwasserversorgung im nördlichen Verbandsgebiet

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