Grundwasser verunreinigt - Risiko für Mensch und Umwelt

LCKW im Zeuthener Grundwasser. Wasserfassungen von Eichwalde und Wildau nicht beeinträchtigt.

Königs Wusterhausen, 17.05.2017 – Der Landkreis Dahme-Spreewald informiert über eine nachgewiesene Belastung des Grundwassers mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) in Zeuthen. Im Rahmen einer Baumaßnahme zur Errichtung einer Tankstelle Ecke Lindenallee/Forstweg wurde während der Beweissicherung der Grundwasserhaltungsmaßnahmen eine Belastung des Grundwassers erkannt, teilte der Landkreis am Freitag vergangener Woche mit. Während der Gesetzgeber verschiedene Mechanismen bis hin zur persönlichen Verantwortung eines Jeden für den Schutz des Grundwassers vorsieht, ist es – wie im konkreten Fall geschehen – Aufgabe des Landkreises, Trinkwasser gefährdende Stoffe im Grundwasser und in Fließgewässern zu erkennen und zu beseitigen.

„Die im Verbandsgebiet zur Verfügung gestellte Trinkwasserqualität ist durch den im Zeuthener Grundwasser nachgewiesenen Stoff nicht beeinträchtigt. Das in den Wasserwerken Eichwalde und Wildau geförderte Rohwasser ist von Verunreinigung verschont, die Brunnen liegen außerhalb des betroffenen Gebietes“, erklärt Peter Sczepanski, MAWV-Verbandsvorsteher. Die Trinkwasserqualität wird ab Werk vor Abgabe in die Netze regelmäßig kontrolliert und ist jederzeit gewährleistet. Die Anforderungen sind in der deutschen Trinkwasserverordnung festgehalten.

Der MAWV betreibt im Grundwasseranstrom seiner Tiefbrunnen ein Messsystem für das langfristige Monitoring der Grundwasserqualität und folglich des daraus gewonnenen Trinkwassers. Dieses Vorwarnsystem garantiert neben anderen Kontrollmechanismen, dass im Verbandsgebiet Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch in der gewohnt guten Qualität in die Netze abgegeben werden kann.

In Zeuthen stünden Untersuchungen zur Eingrenzung und Ursachenforschung am Fundort an. Erst wenn Ergebnisse vorliegen, könne über eine weitere Vorgehensweise entschieden werden, teilte das Umweltamt mit, das regelmäßig über den aktuellen Stand informieren will.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher

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