Klimaschutz beginnt im Kopf und Zuhause

Brandenburgische Wasserakademie

Königs Wusterhausen, 17. 12. 2015 – „Klimaschutz beginnt im Kopf und Zuhause“, sagt Peter Sczepanski. „Für uns ist deshalb lebenslanges Lernen essentiell. Eine gute Gelegenheit, sich über den Stand von Wissenschaft und Technik bei der energetischen Sanierung von Kanälen, Druckleitungen und Trinkwassernetzen zu informieren, bietet der erste Brandenburgische Sanierungstag am 3. März 2016, den der MAWV im Rahmen der Brandenburgischen Wasserakademie unterstützt.

Risiken in unserer modernen Konsumgesellschaft lassen sich nicht grenzenlos mit Wachstum und Technologie absichern: „Abwasser kann nicht 100 prozentig von sämtlichen unerwünschten Stoffen gereinigt werden, ohne an die wirtschaftlichen Grenzen zu stoßen. Selbst wenn die technischen Möglichkeiten für Klärwerke eine vierte oder fünfte Reinigungsstufe bereit halten, ist es besser und auch klimapolitisch sinnvoll, nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln und gefährliche Stoffe erst gar nicht in den Wasserkreislauf hinein zu geben“, so der Verbandsvorsteher.

Auch der Energieverbrauch von Wasserversorgungsanlagen ist ein Emissions- und Kostenfaktor, erläutert Verbandsvorsteher Peter Sczepanski vor dem Hintergrund des in Paris zu Ende gegangenen Weltklimagipfels. 2015 hat der MAWV für die anforderungsgerechte Trinkwasserversorgung 13 Millionen Euro in Netze und Anlagen investiert. „Unsere großen Wasserwerke in Eichwalde, Königs Wusterhausen und Wildau brauchen einen beachtlichen Teil des kommunalen Stroms, was klimarelevant ist. Wenn wir hier im Verbrauch besser werden, ist das für unsere Mitgliedsgemeinden ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Wir legen bereits bei den Planungen von Anlagen und Netzen Wert auf Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energien. 2016 planen wir, weiter in die Jahre gekommener Trinkwasserleitungen zu sanieren“, so der Verbandsvorsteher.

„Jeder Einzelne kann sehr viel dafür tun, damit die Quellen für unser Trinkwasser in ihrer Qualität nicht beeinträchtigt werden“, ist Peter Sczepanski sicher. Um in ganz Deutschland bedenkenlos aus dem Wasserhahn trinken zu können, dürften beispielsweise wassergefährdende Stoffe oder abgelaufene Arzneien nicht über das Klo entsorgt werden. Der Verband werde sich in den kommenden Jahren auch stärker für vorbeugenden Boden- und Grundwasserschutz einsetzen.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher MAWV

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