Kapitale Sanierung Rohwasserleitung abgeschlossen

Rohwasserleitung Wasserwerk Eichwalde

Neue PE Rohwasserleitung spart Energie im Wasserwerk Eichwalde

Auf dem Gelände des Wasserwerkes in Eichwalde sind die Erneuerungsarbeiten an den in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten Rohwasserleitungen beendet. In den neuen Leitungen wird das aus dem Grundwasser zu Tage geförderte Rohwasser „reibungsloser“ von der Brunnengalerie in das Wasserwerk gepumpt. Wegen ihrer besseren Transportleistung senkt die ausgetauschte Leitung den Energieverbrauch. „Wir können die Pumpen optimal im Betriebspunkt fahren, was Energie spart und dem Klimaschutz hilft“, erklärt Verbandsvorsteher Peter Sczepanski. An einem normalen Verbrauchstag speist das Wasserwerk Eichwalde rund 9.000 Kubikmeter Trinkwasser in das überregionale Trinkwasserversorgungssystem ein.

In einer überregionalen öffentlichen Ausschreibung gewann die Rohrleitungs- und Anlagenbau Königs Wusterhausen GmbH und Co. KG aus Wildau den Zuschlag für die Sanierungsarbeiten im Rohrleitungsbau. 500 Meter Roh- und 70 Meter Spülwasserleitungen aus Stahl und Guss wurden durch Polyethylen-Leitungen mit Durchmessern von 100 bis 600 Millimetern ausgetauscht. Die neuen PE-Rohre wurden in offener Bauweise in bis zu vier Meter Tiefe in den Boden gelegt. Eine erhöhte Störanfälligkeit des gealterten Materials und damit verbundene Effizienzverluste gaben den Ausschlag für die kapitale Sanierung. Jede Rohrleitung, die ein flüssiges, gasförmiges oder festes Medium transportiert, wird im Laufe ihres Lebens mit Ablagerungen belastet. Beim natürlichen Wasser sind dies Mineralien in gelöster Form, deren Konzentration in Regionen und Landstrichen variiert. Insbesondere Eisen und Mangan bilden Ablagerungen in Wasserleitungen, was zu einem erhöhten Energiebedarf, zu geminderten Wasserdruck und im schlimmsten Fall zum „Leitungsinfarkt“ führen kann.

Die neue Rohwasserleitung kann bei gleichbleibenden Energiepreisen jährlich ein Einsparpotenzial von rund 23.000 Euro erwirtschaften. Geld, was der MAWV einsetzen wird, um den hohen Versorgungsstandard im Verbandsgebiet auch in der Perspektive zu finanzieren.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher MAWV

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