Filter oder Nicht-Filter - keine Frage

Zusätzliche Filter sind im Normalfall nicht erforderlich

Königs Wusterhausen, 23.10.2017 - Leitungswasser ist - frisch gezapft - wohlschmeckend und klar. Das Lebensmittel Nummer eins in Deutschland und im Verbandsgebiet des MAWV wird streng kontrolliert. Die Parameter hierfür sind in der Trinkwasserverordnung festgeschrieben. Der MAWV sorgt gemeinsam mit der Betriebsführerin, der DNWAB dafür, dass Sie sich auf die gute Qualität verlassen können. Unser Leitungswasser darf keine Stoffe und Krankheitserreger in gesundheitsgefährdender Konzentration enthalten. Trinkwasser muss „rein und genusstauglich“ sein. Die Erfüllung des Wunsches nach sauberem Trinkwasser kostet das Geld, was Sie als Verbraucher und Nutzer bezahlen.

Der "Stern" zitiert in seiner aktuellen Ausgabe eine Studie, die eine zusätzliche Aufbereitung von Leitungswasser im Haushalt im Normalfall für nicht erforderlich erachtet. Neben den notwendigen Hauswasserfeinfiltern, die hinter der Wasserzähleranlage installiert werden und Sandkörnchen oder Rostteilchen aus der Hausinstallation fernhalten, bieten Hersteller zusätzliche Filtersysteme an, die insbesondere mineralische Stoffe aus dem Trinkwasser herausfiltern. Dies sei teuer und der Nutzen ebenfalls umstritten. In seltenen Fällen könnten diese Filter sogar krank machen, schreibt die aktuelle Ausgabe des „Stern“.

Feststoffpartikel sind auf dem langen Weg des Wassers vom Wasserwerk zum Hausanschluss in den Netzen unvermeidlich und können, wenn sie in die Hausinstallation gelangen, neben Korrosionserscheinungen auch Luftsprudler und Brauseköpfen zusetzen oder Armaturen wie thermische Mischbatterien in ihrer Funktion beeinträchtigen. In Trinkwasseranlagen sind deshalb mechanisch wirkende Hauswasserfeinfilter nach DIN 1988 Teil 200 vorgeschrieben und unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage einzubauen. Sie sind bei allen Leitungswerkstoffen erforderlich. Der Filter muss der DIN EN 13443-1 und DIN 19628 entsprechen sowie das CE-Zeichen tragen. Der Fachmann unterscheidet hier zwei Filterarten: Den rückspülbaren sowie den nicht rückspülbaren Filter. Bei rückspülbaren Filtern muss das Spülwasser nach DIN EN 1717 abgeführt werden.

Der MAWV informiert sowohl in der Märkischen Wasserzeitung, als auch auf der Website www.mawv.de regelmäßig über die Qualität des Trinkwassers. Jede Bürgerin und jeder Bürger im Verbandsgebiet des MAWV hat das Recht, nach vorheriger Terminvereinbarung Einsicht in die Untersuchungsberichte zu nehmen.

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