Ein guter Tag für sauberes Wasser

EU Fitness-Check Wasser stärkt den Schutz von Flüssen und Seen

Königs Wusterhausen, 12. Dezember 2019 - Der in Brüssel vorgestellte aktuelle EU-Überprüfungsbericht zur Wasserrahmenrichtlinie verdeutlicht, dass das Gesetz zum Schutz unseres Wassers immer noch vorrangig ist und keinesfalls in Vergessenheit geraten dürfe, kommentiert Verbandsvorsteher Peter Sczepanski.

Aktuell erreichen gerade einmal rund 40 Prozent der Flüsse und Seen in Europa die ökologischen Ziele. "Der MAWV wird sich im Rahmen seiner Verantwortung für die Versorgungssicherheit dafür einsetzen, die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 im Verbandsgebiet und darüber hinaus zu unterstützen", so Peter Sczepanski. Hierzu bedarf es Anstrengungen, denn 60 Prozent der Oberflächengewässer in der EU seien nicht gesund. In Deutschland sogar 93 Prozent. Der Bericht der EU-Kommission wird im März 2020 im Umweltrat der Mitgliedsstaaten vorgestellt.

Zentrale Zielsetzungen in der europäischen Wasserpolitik

Die europäische Wasserpolitik wurde durch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL, 2000/60/EG) grundlegend reformiert. Die Richtlinie trat im Jahr 2000 in Kraft und zielt darauf ab, bis 2015, mit Ausnahmen spätestens 2027, einen guten ökologischen und guten chemischen Zustand für Oberflächengewässer sowie ein gutes ökologisches Potenzial und einen guten chemischen Zustand für erheblich veränderte oder künstliche Gewässer zu erreichen. Für das Grundwasser ist ein guter mengenmäßiger und chemischer Zustand zu erreichen. Ziel ist eine systematische Verbesserung und keine weitere Verschlechterung des Zustands aller Gewässer. Dies gilt auch für jene Landökosysteme und Feuchtgebiete, die direkt von den Gewässern (Oberflächengewässern und Grundwasser) abhängig sind.
 
Zu den zentralen Elementen der Wasserrahmenrichtlinie zählt die Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur:
  • Verankerung von Umweltzielen für Oberflächengewässer und Grundwasser
  • umfassenden Analyse der Flusseinzugsgebiete
  • Einrichtung eines Überwachungsmessnetzes
  • Erstellung von flussgebietsbezogenen Bewirtschaftungsplänen samt Maßnahmenprogramm unter Einbeziehung der Öffentlichkeit zur Erreichung der Ziele bis zum Jahr 2015, mit Ausnahmen spätestens 2027.
  • Zyklische Überarbeitung der Bewirtschaftungspläne für Flusseinzugsgebiete (alle 6 Jahre).
Der Bericht der EU-Kommission wird im März 2020 im Umweltrat der Mitgliedsstaaten vorgestellt.

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