Digitale Ablesetechnik

MAWV läutet Generationswechsel bei Hauswasserzählern ein

Die Einführung der neuen digitalen Zähler hat im MAWV Verbandsgebiet begonnen.

Königs Wusterhausen, 18. Juni 2018  – Mit der Einführung von digitalen Smart-Metern ab Anfang Juli im Verbandsgebiet des MAWV vollzieht der Verband einen Generationswechsel bei Hauswasserzählern. „Gemeinsam mit unserer Betriebsführerin DNWAB mbH haben wir in den letzten Wochen technische und organisatorische Voraussetzungen geschaffen, um die digitale Technologie in unseren betrieblichen Alltag einzuführen. Für die Auslieferung und Installation der Smart-Meter sowie die Einführung der Auslesetechnik sind wir bestens vorbereitet“, informiert der Technische Leiter des MAWV, Falko Börnecke.

Im Verbandsgebiet sind bislang rund 37.000 mechanische Haus-Wasserzähler im Einsatz, die zum nächsten obligatorischen Zählerwechsel durch statische, also sich nicht bewegende, digitale Ultraschall-Wasserzähler ersetzt werden. Im Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung hatte die DNWAB mbH für den MAWV das Unternehmen Diehl Metering mit der Lieferung des Ultraschallwasserzählers HYDRUS Typ 171 beauftragt.

Über diesen Smart-Meter informiert der MAWV auf seiner Webseite unter www.mawv.de/smart-meter.html ausführlich mit einer Kundeninformation, einem Datenblatt und mit der Beantwortung häufiger Fragen. Bei der Wahl des Smart-Meters hat der Zähler vom Typ „HYDRUS“ auch mit seinem Sicherheitskonzept überzeugt: Der digitale Zähler ist für höchste Datensicherheit ausgelegt und erfüllt die strengen Anforderungen des Datenschutzes. Die neuen Zähler entsprechen der Messgeräterichtlinie der EU (MID 2014/32/EU) und tragen das Sicherheitskennzeichen CE. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in technischen Richtlinien Anforderungen zur Datensicherheit an Wasserzähler im Umfeld von Smart-Metering festgelegt. Funkende Messgeräte erfüllen in Deutschland Standards, die in der „OMS Spezifikation – Open Metering System“ beschrieben sind.

„Was für unsere Kunden wichtig und gewiss bleibt, ist die Versorgung mit bestem Trinkwasser“, betont Falko Börnecke. Der Verband behandelt Wasser als kostbares Gut, das für alle verfügbar und vor allem bezahlbar bleiben soll. Was das Ablesen und Abrechnen des bezogenen Wassers betrifft, wird der MAWV seinen Service noch besser gestalten: Smart-Meter sind digitale Zähler, die über Funk Daten senden, die Auskunft geben, welche Wassermenge aus dem Hahn fließt. Der Kern ist die digitale Mess- und Funk-Technologie, mit der sich Wasserverbräuche ermitteln, übertragen und in ein Daten verarbeitendes System einpflegen lassen.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher

 

HINTERGRUND

Die neue Generation Smart-Meter erledigt das gleiche wie ihre mechanische Vorgängerin, mit dem Unterschied, dass Smart-Meter aus verschiedenen Gründen „intelligent“ sind: Die Messeinrichtung kommt nur indirekt mit Trinkwasser in Berührung. Messen mit Ultraschall gibt mehr als nur präzise und verlässliche Auskunft zum Verbrauch. Ein Smart Meter kann kleine Undichtigkeiten, „Schleichmengen“ erfassen und bei kritischen Einbausituationen Frosteinwirkung feststellen.

Mehr Zeit für Kunden

Von den digitalen Ultraschall-Wasserzählern verspricht sich der Verband eine höhere Messgenauigkeit. Zudem werden Verbrauchsdaten ohne Medienbrüche erfasst, übertragen und verarbeitet, was die Grundlage für eine korrekte Abrechnung ist. Nicht nur für Kunden entfallen Koordinierungsaufwand und Termine, an denen sie sich zum Zähler-Ablesen Zeit nehmen mussten.

Lange Lebensdauer

Unter technischen Gesichtspunkten entfällt im Vergleich zu mechanischen Zählern das „Nachlaufverhalten“. Ein Smart-Meter „lebt“ 12 Jahre und muss nicht alle 6 Jahre ausgetauscht werden, da dieser ohne bewegliche Teile auskommt und weniger anfällig für Verschleiß ist.

Datenschutz

Sowohl in der realen als auch in der digitalen Welt gibt es keine absolute Sicherheit. Der Verband sichert jedoch einen umsichtigen Umgang mit Daten und Technologie zu, was Risiken minimiert, insbesondere Datenverlust. Hierfür wendet der eingesetzte Zählertyp wirksame Verschlüsselungsverfahren an: Jedes Gerät ist mit einem individuellen Schlüssel versehen, der nur dem Versorger bekannt ist. Ein auch im Datenschutz wesentliches und relevantes Prinzip besagt, dass der Verband als Versorger nur die Daten einsammelt, die wirklich notwendig sind, um Verbräuche zu ermitteln und die Funktionsfähigkeit des Zählers zu gewährleisten.

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