„Close-Fit“ Leitungs-Sanierung in Kleinziehten

Königs Wusterhausen, 20. 11. 2015 – Die Trinkwasserversorgung im Norden des MAWV-Verbandsgebietes wird durch die Sanierung einer Hauptwasserleitung mit einem Durchmesser von 300 mm zwischen den Ortslagen Klein- und Großziethen zuverlässiger.

„Ausschlaggebend für die Sanierung war eine steigende Anzahl von Reparaturen im Trassenabschnitt. In der Planungsphase haben wir drei Varianten untersucht: Sanierung der innen- oder außenliegenden Muffen-Dichtungen, Ersatzneubau sowie den Einzug eines neuen Medienrohres in die vorhandene Stahlbetonleitung“, erläutert der MAWV Verbandsvorsteher, Peter Sczepanski: „Wir haben uns für einen abschnittsweisen Einzug eines PE-Liners im Close-Fit-Verfahren entschieden.“ Das Verfahren ist für den MAWV bei Sanierungen von Trinkwasserleitungen eine Premiere: „Aktuell sind wir mit Bauablauf und –fortschritt sehr zufrieden“, so Peter Sczepanski. Für die Wahl des Verfahrens waren weiterhin der Bewuchs der Trasse mit einer Baumallee, ein unmittelbar an die Trasse grenzender Rad- und Gehweg sowie eine relativ hohe Verkehrsdichte auf der L75 entscheidend. Den Zuschlag für die öffentlich ausgeschriebene Bauleistung erhielt die Cottbuser RSC Rohrbau- und Sanierungs-GmbH.

Leitungs-Sanierung
Trasse
Verlauf der Leitungstrasse (Klicken für Großansicht)

Die Baustelle wird in drei Bauabschnitten realisiert. Der Bauanfang der Sanierungsstrecke liegt am Ortsausgang Großziethen in Richtung Süden und wird durch einen Knotenpunkt im Bereich der Einmündung Mahlower Weg – Landesstraße L 75 definiert. Das Bauende befindet sich rund 1.430 m weiter südlich in der Ortslage Kleinziethen. Die Tiefbauarbeiten beschränken sich auf kleine Einzugs- und Zielbaugruben.

Die Leitungstrasse liegt im Randbereich der Landesstraße L 75 „Glasower Allee“ und folgt dem Leitungsverlauf der Trinkwasserleitung, die im unbefestigten Seitenbereich zwischen Fahrbahn und Rad- und Gehweg seitlich oder direkt unter den vorhandenen Straßenbäumen liegt. In den Ortslagen Klein- und Großziethen ist in relativ kurzen Teilbereichen die offene Bauweise vorgesehen. Hier liegt die vorhandene bzw. die neue Leitung im Bereich von Geh- und Radwegen sowie unter Zufahrten.

Zum Einsatz kommt ein Vollwandrohr aus PE-HD-c-förmig axial verformt. Das Verformungsverfahren wird nach DVGW-Arbeitsblatt GW 320-2 – Rehabilitation von Gas- und Wasserrohrleitungen durch PE-Relining ohne Ringraum-Anforderungen, Gütesicherung und Prüfung – durchgeführt.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher MAWV

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