Bagger marsch in Waßmannsdorf

Vierte Reinigungsstufe und europäische Wasser-Rahmenrichtlinie

Waßmannsdorf, 03.04.2017 – Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger, Berliner Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon, die Brandenburger Landtagsabgeordnete Tina Fischer und der Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, Dr. Udo Haase haben auf dem Gelände der Kläranlage Waßmannsdorf den Beginn des größten Investitionsprojektes der Berliner Wasserbetriebe im Landkreis Dahme-Spreewald bekannt gegeben. Das Klärwerk in Waßmannsdorf, in das aus dem Entsorgungsgebiet des MAWV rund 95% des Schmutzwassers über eine Druckrohrleitung geleitet wird, soll wachsen. In Sichtweite des Schönefelder Flughafens entstehen zwei weitere Reinigungslinien. Das Klärwerk wird als zusätzliche, vierte Reinigungsstufe eine Flockungsfiltration zur Phosphorreduzierung sowie einen 50.000 Kubikmeter-Speicher erhalten, in dem bei starkem Regen Abwasser „geparkt“ und so vor dem Überlauf in die Spree bewahrt werden kann.

Der MAWV unterstützt - ebenso wie die Berliner Wasserbetriebe - einen nachhaltigen Gewässerschutz und nutzt für seine Schmutzwasserreinigung die Erfahrungen und das technische Know-how der BWB. Verbandsvorsteher Peter Sczepanski: „Die Berliner Investition in die vierte Reinigungsstufe setzt sowohl ein Zeichen für die Entsorgungssicherheit in der Region im zu Brandenburg gehörenden südlichen Speckgürtel von Berlin als auch für die Umsetzung der europäischen Wasser-Rahmenrichtlinie. Für uns als MAWV, der bis zum Jahr 2029 mit den Berliner Wasserbetrieben einen Entsorgungsvertrag hält, werden die im Verbandsgebiet eingesammelten und übergeleiteten Abwässer im Klärwerk Waßmannsdorf sicher behandelt und gereinigt in den regionalen Wasserkreislauf eingespeist.“

Mit dem Bau des Mischwasserspeichers verbindet der MAWV zudem die Erwartung, dass spontane Einleitungen in die umliegenden Gewässer bei Starkregenereignissen noch besser und vorausschauend reguliert und letzten Endes gänzlich verhindert werden. Insbesondere für die empfindlichen Ökosysteme in den sehr langsam fließenden Oberflächengewässern haben toxische Frachten aus ungeklärtem Mischwasser katastrophale Folgen.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher, MAWV

Vor dem ersten Baggerstich für den neuen Mischwasser-Speicher im Klärwerk

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