Trinkwasser

Die Versorgung von 110.000 Einwohnern mit Trinkwasser ist beim MAWV in guten Händen. Dafür leistet der Verband gemeinsam mit den Mitarbeitern der Betriebsführungsgesellschaft DNWAB eine Menge. Immerhin benötigt jeder Bürger im Durchschnitt 107 Liter am Tag für Trinken, Kochen, Körperpflege, Toilette und Wäsche.

Damit Trinkwasser ausreichend und in bester Qualität zu jeder Tages- und Jahreszeit beim Kunden aus dem Hahn kommt, hat der Verband seit seiner Gründung rund 83 Mio. Euro in wassertechnische Anlagen und Leitungsnetze investiert. Insbesondere in acht Wasserwerke in Eichwalde, Königs Wusterhausen, Wildau, Krausnick, Neu Schadow, Werder, Gussow und Dolgenbrodt, die das Rückgrat der Wasserversorgung darstellen. Zusätzlich zum privaten Verbrauch liefert der MAWV Trinkwasser an Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft, was jährlich einen „Trinkwassersee“ von knapp 6,2 Millionen Kubikmetern ausmacht.

Leistungspass Trinkwasser

Versorgte Einwohner

110.646

Trinkwasser-Hausanschlüsse 35.498
Spezifischer Trinkwasserverbrauch 107 l je Einwohner und Tag
Anschlussgrad 99,3 %
Wasserwerke 8
Druckerhöhungsstationen 6
Länge des Leitungsnetzes 971,0 km
Gelieferte Jahresmenge 6,22 Mio. m³
Anlagenbestand rund 85 Mio. EUR

Stand: 30. Januar 2017

18,5 Millionen Euro für Sanierung der Wasserwerke

Wasserwerk Königs Wusterhausen
Blitzblankes Innenleben – das Wasserwerk Königs Wusterhausen wurde bereits Ende der 1990er Jahre für insgesamt 10,7 Mio. DM (ohne Fördermittel) aufwendig saniert.

Die Wasserwerke des MAWV sind in Schuss. Der Betrachter darf von hellen, mitunter mit Klinker verzierten Fassaden und frisch gedeckten Dächern auf die Trinkwasserqualität schließen. Innen dominiert leuchtendes Blau der Pumpen, Filter und Leitungen. Saubere Fußböden sind obligatorisch, mit modernster Technologie einschließlich elektronischer Steuerung und Überwachung wird hier das Lebensmittel Nummer 1 produziert.

"Wir sichern einen kontinuierlichen Fluss des Trinkwassers in die Netze, indem wir die leistungsstarken Pumpen für die Reinwasserförderung intelligent bedarfsorientiert dirigieren", erläutert Falko Börnecke, Technischer Leiter des MAWV den Vorteil vernetzter Leitwarten. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die über das Verbandsgebiet verteilten Anlagen technisch sinnvoll und betriebswirtschaftlich kostenbewusst zu fahren und am Ende bestes Trinkwasser zu liefern.

Damit die Wasserwerke weiter in Bestform bleiben, wird der MAWV auch 2017 in seine Assets investieren. Falko Börnecke: „Ende der 1990er Jahre hatten wir mit ersten Planungen für umfangreiche Sanierungen von Anlagen und Gebäuden begonnen, die wir zum Teil bei laufendem Betrieb umgesetzt haben.“ 18,5 Mio. Euro brachte der kommunale Betrieb bislang dafür auf. Die „Wasserproduktionsanlagen“ des MAWV in Königs Wusterhausen, Eichwalde, Gussow und Wildau speisen zudem in ein Trinkwasserverbundsystem ein, an dem die Nachbarverbände aus Blankenfelde-Mahlow, Ludwigsfelde und Zossen beteiligt sind. Der Kundennutzen liegt auf der Hand: Versorgungssicherheit, stabile Druckverhältnisse, optimale Lastverteilung bei Anlagen- und Grundwassernutzung und eine kostengünstige Produktion.

Den Bürgern kann dies nur recht sein. Die Trinkwassergebühren liegen beim MAWV um rund 10 Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Zu diesen Entgelten hat auch die Sanierung der Leitungsnetze beigetragen. So haben sich die Wasserverluste in den vergangenen 20 Jahren von 14 auf 7 Prozent halbiert.

Wasserverluste wurden halbiert
Durch umfangreiche Investitionen in das rund 970 km lange Leitungsnetz gingen die Rohrbrüche massiv zurück. Die Wasserverluste konnten in den letzten beiden Jahrzehnten halbiert werden.

Summa summarum wurden im Verbandsgebiet seit dem Jahr 1994 sage und schreibe 450 km neue Versorgungsleitungen verlegt und 150 km ausgewechselt. Insgesamt beträgt das Leitungsnetz knapp 970 km — das entspricht in etwa der Strecke von Berlin nach Paris!

Jedoch verliert der MAWV bei allen Umsatzzahlen und Betriebsbilanzen ein Ziel nie aus den Augen: den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser.