Wie wird Uran im Trinkwasser bestimmt?

Jeder Stoff, der in den natürlichen Wasserkreislauf gelangt, hinterlässt Spuren, die labortechnisch nachweisbar sind. Eine Urankonzentration im Trinkwasser wird am Ausgang der Wasserwerke untersucht. Natürlich vorkommende Uranmineralien (Uranpecherz, Uranglimmer oder Carnotit) sind in kleinen Mengen in zahlreichen auf der Erde weit verbreiteten Gesteinen (Granit) enthalten. Durch Verwitterungsprozesse gelangt Uran in den Boden, ins Wasser und in die Luft. Der Eintrag von Uran in die Hydrosphäre erfolgt in Form löslicher Komplexe. Auch mineralische Phosphatdünger können Uran enthalten und sind deshalb eine mögliche Uran-Quelle.

Eine Messtechnik für die Uran (VI)-Bestimmung in Grund-, Roh- und Trinkwässern ist die Voltammetrie. Eine nationale Norm, die auf dieser Messtechnik beruht, ist die DIN-Norm 38406-17, die ein chemisches Analysenverfahren zur Bestimmung von gelöstem Uran (VI) in Grundwasser, Rohwasser, Trinkwasser, natürlichem Mineralwasser, Tafelwasser, Quellwasser sowie organisch schwach belastetem Oberflächenwasser mit Hilfe der adsorptiven Stripping-Voltammetrie festlegt.

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