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Trinkwasser und Coronavirus

Trinkwasser und Coronavirus

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Königs Wusterhausen, Stellungnahme des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Trinkwasserkommission

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und durch viele Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger informiert der MAWV zu folgender Frage:

Ist Trinkwasser eine mögliche Infektionsquelle für die Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2?

„Die Trinkwasserversorgung bietet zu jedem Zeitpunkt durch das Multibarrieren-Prinzip und durch die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einen weitreichenden Schutz auch vor unbekannten Organismen und chemischen Stoffen. Insbesondere sind hier die Bodenpassage und die Partikelfiltration als wirksame Schritte hervorzuheben.

Die Morphologie und chemische Struktur von SARS-CoV-2 ist anderen Coronaviren sehr ähnlich, bei denen in Untersuchungen gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Diese behüllten Viren zeigen im Wasser verglichen mit Enteroviren eine geringere Persistenz und sind leichter zu inaktivieren als Noro- oder Adenoviren. Auch das Risiko einer direkten Übertragung von Coronaviren über Faeces infizierter Personen erscheint gering, bis heute ist kein Fall einer fäkal-oralen Übertragung des Virus bekannt.“

Zitat aus der Stellungnahme des Umweltbundesamtes vom 09. März 2020.

Peter Sczepanski
Verbandsvorsteher MAWV