Zum Inhalt oder zur Navigation

Klimafreundlicher Verband

Königs Wusterhausen, Einsatz neuer Technik zur Energieeinsparung im Wasserwerk Eichwalde

Der MAWV hat sich als einer der ersten Wasser- und Abwasserverbände im Land Brandenburg zum Ziel gesetzt, die Anforderungen für das Siegel „klimaneutral“ im Bereich Trinkwasser zu erfüllen. Das bedeutet, in der Summe von der Förderung und Aufbereitung des Grundwassers bis zum Verteilen von Trinkwasser, keine klimaschädlichen Treibhausgasemissionen zu verursachen.

Vor diesem Hintergrund hat sich der MAWV entschieden, Maßnahmen zu ergreifen, die den Energieverbrauch beim größten Wasserwerk in Eichwalde bei gleichbleibender Trinkwasserqualität nachhaltig reduzieren sollen.

Eines der ersten Projekte seht kurz vor dem Abschluss. So werden die Brunnenpumpen von 12 Trinkwasserbrunnen mit einem geregelten Frequenzumrichterbetrieb ausgestattet. Bisher wurden die Brunnenpumpen der Altanlage über die gesamte Laufzeit auf Volllast gefahren und über Abgangsschieber in der Rohwasserleitung geregelt. Diese energetische unwirtschaftliche Betriebsweise wird durch den Einsatz der Frequenzumrichter abgelöst. Mit der nunmehr eingeführten mengenabhängigen Steuerung der Brunnenpumpen kann der jährliche Stromverbrauch um bis zu 300.000 kWh reduziert und im Ergebnis bis zu 170 t Co2 eingespart werden.

In das gesamte Projekt investiert der Verband rund 390.000 Euro. Um die finanzielle Belastung für die Gebührenzahler so gering wie möglich zu halten, wurde bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ein Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „RENplus 2014 – 2020“ gestellt, welches aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Dieser Antrag wurde positiv beschieden. Von den genannten Projektkosten wurden rund 136.000 Euro als zuwendungsfähig anerkannt.

Unser Ziel als Verband ist es, als kommunaler Aufgabenträger dazu beizutragen, in unserem Verbandsgebiet den Einsatz von Energie künftig effizient zu gestalten und Energiepotenziale für die eigenen Standorte klimaschonend zu nutzen.

Falko Börnecke
Technischer Leiter